Donnerstag, 22. November 2012

Arashi-yama (Teil 1)

 Noch mehr Herbst!

Am 22. November hat sich unsere deutsch-lettische Austauschstudenten-Truppe mit Unterstützung von zwei japanischen Freundinnen auf dem Weg zum Arashi-Berg ("嵐山" bedeutet so viel wie "Sturm-Berg") gemacht.
Es war (schon wieder!) ein Ausflug in die Berge, wie alle Japaner es im Herbst tun! Arashi-yama ist nun WIRKLICH ein berühmter Pilger-Ort für Herbstlaub-Fanatiker und ein absolutes MUST-SEE im japanischen Herbst! Im Frühjahr gilt das selbe für Kirschblüten.

Außerdem gibt es dort noch einige andere Sehenswürdigkeiten, für die es sich definitiv zu kommen lohnt! Die Togetsukyō-Brücke, den Tenryū-ji Tempel, den Nonomiya-Schrein, einen Bambus-Wald und vieles mehr!



Vom Bahnhof aus ist es ein ganzes Stück bis zu den wichtigen Orten. An touristenreichen
Tagen braucht man aber keine Karte, um zu wissen, wo man lang muss:
Einfach der Menge hinterher!


Das hier ist die berühmte Togetsukyō-Brücke. Im Frühjahr gibt es hier eine besondere Zeremonie für Kinder: Jungen und
Mädchen (in Kimonos gekleidet) werden am Anfang der Brücke von einem Priester gesegnet und müssen dann die Brücke
überqueren, ohne zurückzusehen. Das soll der Familie Glück bringen. Am Ende der Brücke gibt es einen Tempel, aber da
waren wir nicht.
Diese ganz bunt bewachsenen Hügel sind quasi der Arashi-yama
Panoramaaaa!
Das Städtchen mit seinen vielen Restaurants und Souvenir-Shops ist auch
voller Menschen!
Auch unsere Nahoko hat sich Souvenirs gekauft!
Die Japaner stehen eben total darauf...!
Weil die Hauptstraße so voll war, haben wir einen kleineren Schleichweg genommen
und sind dabei auf diese unglaublich süße alte Bahnstation gestoßen!
 Tenryū-ji
 Nach einem kurzen Spaziergang gelangt man dann auch irgendwann zum Tenryū-ji Tempel (天龍寺 heißt so viel wie "Himmelsdrachen-Tempel"). Er wurde im 14. Jahrhundert gegründet und stellt seither das oberste Heiligtum der buddhistischen Rinzai-Zen Sekt dar. Es steckt eine Menge Geschichte in diesem Tempel, aber so ein großes Fass will ich hier jetzt nicht aufmachen. Bei Interesse einfach mal googeln!
 
Auf dem Gelände feiern die Momiji-Bäume!



Ein paar Touristen... =)

Buddhismus und Shintoismus schließen sich nicht gegenseitig aus! Im
Gegensatz zu anderen religiösen Gedankengebäuden ergänzen sie sich sogar sehr
gerne. So gibt es auch hier in unmittelbarer Umgebung des Tempels einen Schrein.
Eine Tanuki-Figur beim Schrein.
Es wird mal wieder kurios...!
Tanuki
ist eigentlich ein japanischer Marderhund, also ein wirklich existierendes Tier in Japan.
In der japanischen Mythologie kommen Tanukis aber auch als Gestaltenwandler mit magischen Kräften vor. Laut den Geschichten und Sagen  können sie sich in Menschen oder andere Dinge verwandeln, oft auch fliegen, und sie veräppeln als kleine Quälgeister die Menschen.

Wer den Anime-Film "Pom Poko" vom berühmten Studio-Ghibli schon mal gesehen hat, kennt die kleinen frechen Geister. Ich habe mich bei dem Film immer gewundert, warum die Tanukis immer so offensichtlich herausstechende Hoden haben! Tatsächlich werden Tanukis in der Kunst immer mit massigen Geschlechtsteilen dargestellt! Rechts im Foto sieht man unten nicht die Beine, sondern tatsächlich das Gemächt des Tanuki! Ahahahaha!

Den Grund dafür musste ich erst mal recherchieren. Anscheinend stehen die riesigen Hoden für finanzielles Glück. Lustigerweise singen schon Kinder in der Grundschule von den dicken Hoden der Tanukis! (Dazu habe ich einen witzigen Blog gefunden. Schaut mal rein!)
Diese wunderschönen Kimono-Ladies haben wir auch
angetroffen!
Nana und Nahoko sind unglaublich lieb! Sie haben die ganze
Tour mit und für uns durchgezogen!


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