Sonntag, 11. November 2012

Minō

Erholung im Nationalpark mit Wasserfall

Das kleine Städtchen Minō (auch "Minoh" oder "Minoo" geschrieben) liegt etwa 30km nödlich vom Zentrum von Osaka und liegt direkt am Minō Nationalpark. Dabei handelt es sich um eine Gebirgsregion mit üppiger Vegetation, die für seinen schönen Wasserfall und viele dort lebende Affen bekannt ist! Besonders im Herbst ist die Region ein sehr beliebter Ort, um die herbstliche Laubfärbung des japanischen Ahorns ("Momiji") zu bewundern.

Ein kanadischer Dozent von der Kwansei Gakuin Uni hat Anfan November interessierte Austauschstudenten dazu eingeladen, mit ihm eine kleine Wanderung zum Wasserfall zu machen!

Naja, eine richtige "Wanderung" ist es wohl nicht! Ich würde es eher als ausgedehnten Spaziergang beschreiben. Der Weg zum Wasserfall führt vielleicht auf einer Länge von 3-4km einige hundert Meter nach oben in die Berge. Der Weg ist nicht zu steil und ganz angenehm zu laufen! Besonders, wenn man noch so viele Zwischenstopps macht wie wir...!
Es hat an dem Tag leider die ganze Zeit geregnet, aber das hat unsere Laune nicht getrübt! Auch mitten im November sind die Temperaturen in Japan angenehm und bei einem Spaziergang wird einem sowieso nicht kalt! 
Gleich am Bahnhof werden die Momiji-Blätter mit Souvenir-Ständen zelebriert!
Es ist wirklich nur ein kleines, feines Städtchen ohne viel Schnick-Schnack.
Den Weg zum Berg muss man da erst mal finden! Aber keine Sorge, wenn man
immer nur den Souvenir-Läden folgt, ist man schon richtig!
So langsam sieht man auch die Berge und es geht stetig bergauf...!
Wenn sich nach einigen Metern die Gebäude immer weiter ausdünnen und die Umgebung immer grüner wird, ist man garantiert auf dem richtigen Weg! Ab hier geht es dann sehr ruhig und naturnah weiter!



Es war noch ein Bisschen zu früh im November, um die ganze Pracht des
bunten Herbstlaubs bewundern zu können. Aber einige Bäume waren schon
sehr schön gefärbt!
Am schönsten finde ich diese tiefroten Blätter!

Jetzt wird's kurios:
Eine Besonderheit in Minō ist, dass in kleinen Buden echte Momiji-Blätter gebacken und als Snack verkauft werden!

Gereinigte und getrocknete Blätter werden in Backteig getunkt und dann in Öl gebacken! Am Ende hat man frische kleine Backteig-Cracker in Momiji-Form. Die sind SEHR LECKER! Empfehle ich auf jeden Fall weiter! Das Blatt selbst schmeckt man übrigens nicht raus, keine Sorge!
Ich habe leider verpennt, ein Foto davon zu machen! Beim Regen ist das mit dem Fotografieren so eine Sache. Wenn man mit einer Hand essen und mit der anderen den Schirm halten muss, dann bleibt keine Hand mehr für die Kamera...!

Hier rechts sieht man aber das entsprechende Werbeschild für so eine Blätter-Snack-Bude inklusive Momiji-Maskottchen von Minō. (Niedlich, oder?)

Wenn man dem Wanderweg weiter folgt, gibt es eine Abzweigung, die zu einem Tempelgelände führt. Wie dieser Tempel heißt und was er bedeutet, weiß ich längst nicht mehr. Aber hübsch anzusehen war er trotzdem!
Je höher man kommt und je kühler es wird, umso mehr Bäume sind verfärbt!


Die drei Affen kennt doch jeder, oder? Die originalen drei Affen in dieser
Konstellation stammen aus dem Örtchen Nikkō, 150km von Tokyō entfernt.
Hier wurden sie wohl aufgenommen, weil hier genau so wie in Nikkō kleine
Affen in den Wäldern leben!
Außer diesen Gebäuden gibt es beim Tempel noch viele schöne Statuen,
Kunstwerke, Buddhas, etc. zu sehen.


 Nach diesem Abstecher ging es dann aber auf dem normalen Wanderweg weiter und schon kurze Zeit später haben wir unser Ziel Erreicht:
Da gaaaanz hinten in der Mitte ist der Wasserfall!
Mit 33m Höhe ist es kein gigantischer Wasserfall, aber zumindest schon mal
der größte, den ich je gesehen habe!
Yay!
Weil es den ganzen Tag geregnet hat, waren kaum Menschen unterwegs. Bei gutem Wetter soll es von Leuten nur so wimmeln! Daher war der Regen eigentlich auch eine gute Sache für uns. Ein sehr schöner Ausflug!

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