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Mittwoch, 28. März 2012

GELD!

Meine ersten Yen-Scheine:
Aus 500€ sind mal eben 54.000 Yen geworden! (Das klingt plötzlich nach viel mehr Geld! Hahaha!)

Die Yen-Scheine sehen total alt und edel aus. Das Papier wirkt leicht vergilbt (aber das ist wohl Absicht!) und ist ganz fest. Dagegen wirken unsere Euros wie bunte Plastik-Fetzen!

Dieses Geld muss erst mal für die ersten Tage und Wochen in Japan reichen. Für die Zeit danach habe ich mir eine VISA-Karte besorgt, mit der ich weltweit kostenlos Geld abheben kann.

(Zu solchen Geld-Angelegenheiten werde ich aber später noch einen längeren Eintrag schreiben.)

Samstag, 24. März 2012

Das Visum

Ein langer Weg, aber er führt zum Ziel...!

So wie die meisten (oder alle?) Austauschstudenten, musste ich mein Visum zum Glück nicht komplett alleine beantragen. Der "normale" Weg zu einem Visum beginnt viele Wochen vor einem Auslandsaufenthalt und ist mit viel Behördenrennerei, Papierkram und Wartezeit verbunden. Dazu kann ich jetzt auch gar keine Informationen geben, weil ich das noch nie selbst gemacht habe. Die japanische Botschaft gibt aber Tipps für das Beantragen von Visa:
Visa-Informationen vom Generalkonsulat in Düsseldorf
Guide to Japanese Visas

Ganz nebenbei: Für einen Urlaub in Japan braucht man als Deutscher KEIN Visum. Aufenthalte von bis zu 90 Tagen ohne weiteren Aufenthaltsgrund gelten als Touristen-Status.

Mein Weg zu einem Visum ging über das "Certificate of Eligibility"

Donnerstag, 22. März 2012

Checkliste: Handgepäck

In einer Woche geht es los!
Da wird es Zeit, sich über das Handgepäck Gedanken zu machen.
  • Reisepass (inklusive Visum) 
  • Flugticket
    bzw. die Bestätigung vom Reisebüro, da es fast überall nur noch eTickets gibt. 
  • Dokumenten-MappeMeine Mappe mit allen wichtigen Papieren und Dokumenten, die den Studentenaustausch und die Uni betreffen. Sowas muss unbedingt im Handgepäck mit!
  • Impfpass
  • Portemonnaie: EC-/Kreditarten, Geld
    Nächste Woche werde ich einige hundert Yen bei der Bank abholen und in bar mitnehmen, damit ich in den ersten Tagen genug Geld habe, falls es mit der Kreditkarte und dem Geldabheben Probleme geben sollte.
  • Medikamente
    Ich werde meine ganze Jahresration an Medikamenten zusammen mit dem "Yakkan Shoumei" im Handgepäck mitnehmen, damit ich die Sachen am Zoll schnell vorzeigen kann und der Koffer nicht unbedingt geöffnet werden muss. 

Montag, 19. März 2012

Abschiedsparty

Meine Schwestern und zwei Freunde haben eine kleine Überraschungs-Abschiedsparty für mich veranstaltet~!

Es war im Endeffekt keine große Überraschung, weil das hier zu Hause war und ich relativ schnell bemerkt habe, dass da in der Küche etwas Ungewöhnliches im Gange ist! Dass meine Schwestern und Pascal Kuchen machen wollten, wusste ich schon. Aber irgendwie habe ich dann Danny lachen hören und mich gefragt warum er plötzlich bei uns ist! Dann bin ich los um ihn zu begrüßen und hab sie dann alle in der Kücher erwischt~! Hahaha!

Aber ansonsten hatte ich überhaupt keine Ahnung, dass sie etwas geplant hatten! (^_^)


Freitag, 16. März 2012

Gastfamilie - Teil 2

Ich habe jetzt einige Mails mit meiner Gastmutter ausgetauscht.

Sie heißt Tomoko, ist 46 Jahre alt und Hausfrau. Ihr Mann Hiroshi ist 42 Jahre alt und arbeitet mehrere hundert Kilometer weit weg in Tokyo. Er kommt nur etwa alle zwei Wochen für ein paar Tage nach Hause und wird wohl eine eigene kleine Wohnung in Tokyo haben. Für uns mag das sehr eigenartig klingen, aber in Japan ist das durchaus ein gängiges Familienmodell. In Tokyo gibt es Arbeit, aber für Familien ist die Stadt bestimmt nicht so optimal. Es klang nicht so, als wäre Tomoko deswegen unzufrieden oder so.
Die zwei Mädels der Familie, Miruku (13 Jahre) und Seshiru (9 Jahre), haben laut Tomoko ständig Streit! Hahaha! Tomoko machte sich Sorgen, dass ich mich dadurch gestört oder unwohl fühlen könnte. Ich konnte ihr aber versichern, dass ich mit meinen zwei Schwestern mehr als genug Zank-Erfahrung habe! Wenn kindlicher Trotz und Pubertät aufeinander treffen, dann knallt es eben ab und zu mal!

Ich werde bereits die vierte Austauschstudentin in der Familie sein, aber die erste von der Kwansei Uni und die erste aus Deutschland. Die vorherigen Austauschstudentinnen haben alle an der Kobe Universität studiert und kamen aus England und den USA. Die kleine Seshiru scheint sehr interessiert an Sprachen zu sein und so habe ich schon meine erste Anfrage auf ein Bisschen Deutsch-Unterricht bekommen!

Tomoko und ich tauschen uns jetzt noch weiterhin aus und plaudern über viele Dinge! Ich versuche sie ein Bisschen auszuquetschen, um Ideen für passende Gastgeschenke zu finden. Wir sind uns auf jeden Fall schon mal einig, dass wir ab und zu mal zusammen kochen und backen werden! =D

Ich habe auch mit einer der ehemaligen Austauschstudentinnen Emails ausgetauscht. Sie hat von 2009-2010 bei der Familie gewohnt und hat seitdem noch engen Kontakt zu Tomoko und der Familie. Sie hat ihr Jahr in Japan sehr genossen und hat mir angeboten, alle meine Fragen zu beantworten.

Alle sind sehr nett und ich habe keine Zweifel, dass ich mich in der Familie gut zurechtfinden werde!

Montag, 12. März 2012

Koffer-Chaos

Ich habe endlich einen Koffer gefunden!

Bildquelle
Ein Koffer ist sehr wichtig für jede Reise, aber es gibt tausende auf dem Markt und wer die Wahl hat, hat die Qual. Ich habe bisher noch nie 30kg in den Urlaub mitnehmen müssen und habe dementsprechend nicht einfach so einen Monsterkoffer unterm Bett liegen. Andererseits werde ich diesen Koffer vielleicht nur zwei mal in meinem Leben benutzen: Auf dem Hin- und auf dem Rückflug aus Japan! Deswegen habe ich einen möglichst großen, leichten, stabilen, praktischen, aber vor Allem einen günstigen Koffer gesucht.
(Und wenn man so viele Ansprüche hat, ist es natürlich nicht einfach, etwas passendes zu finden...!)

Hier einige Tipps, die bei der Koffer-Auswahl helfen könnten: 

Sonntag, 11. März 2012

Kōbe

Meine Gastfamilie wohnt im Westen der Stadt Kōbe. Da ich fast ein Jahr dort verbringen werde, dachte ich, dass es ganz gut ist wenn ich mich vorher ein Bisschen über die Stadt informiere!

Bildquelle: Wikipedia. (Nachbearbeitet)
Kōbe ist eine Großstadt mit etwa 1,5 Mio Einwohnern. Sie ist Hauptstadt der Präfektur Hyōgo und liegt im Westen der japanischen Hauptinsel Honshu, nordwestlich von Ōsaka und an der Küste der Bucht von Ōsaka.
Die Stadt geht nahtlos in die umliegenden Städte über und bildet zusammen mit Ōsaka und Kyōto das Herz des Ballungsgebiets Kansai. (In der Karte rechts dunkelgrün hervorgehoben!)

Bekannt ist die Stadt Kōbe in erster Linie für ihren sehr großen Hafen, durch den Schwerindustrie (Schiffbau, Eisenbahnbau, Eisen- und Stahtverarbeitung, ...) ermöglicht wird und die Stadt eine große wirtschaftliche Relevanz erhält. Sehr bekannt sind auch das große Erdbeben in Kōbe 1995, die Sake-Produktion und natürlich Kōbe-Rinder! (Wenn ich es mir leisten kann, würde ich Kōbe-Rind gerne mal probieren! Im Gegensatz zu Kugelfisch oder Walfleisch oder sowas...)

Freitag, 9. März 2012

Gastfamilie~!

Ich habe heute erste Informationen zu meiner Gastfamilie bekommen! 
Endlich!!

Die Familie heißt Tanaka. (So ganz untypisch für Japan! Hahaha~!)
Es ist eine junge vierköpfige Familie mit Vater, Mutter und zwei Kindern. Das ältere Kind ist auf jeden Fall schon mal 14 Jahre alt und ein Mädchen. Das jüngere Kind ist 9 Jahre alt, aber ob es ein Junge oder Mädchen ist, steht nicht dabei. Der Name ist in diesem Fall nicht ganz eindeutig, aber ich vermute, dass es auch ein Mädchen ist.
Na, da werde ich hoffentlich viel Spaß und Action haben!

Ich werde der Familie morgen mal eine Email schreiben, wenn sie es nicht vorher tun! 

Mittwoch, 7. März 2012

Mit Medikamenten nach Japan: Das „Yakkan Shoumei“

Das sogenannte „Yakkan Shoumei“ ist ein Zertifikat, welches Einreisenden aus dem Ausland erlaubt, verschreibungspflichtige Medikamente für den Eigenbedarf in Japan einzuführen. 
Ministry of Health, Labour and Welfare

Ich habe in vielen Foren und Blogs gelesen, dass der Antrag für dieses Zertifikat „die Hölle“ wäre und man nur Stress damit hat. Ich werde hier mal erklären warum man dieses Dokument braucht und was man tun muss um es zu bekommen. Ihr werdet sehen, dass es – wenn man alles richtig und rechtzeitig macht – relativ einfach ist und man keine Panik haben muss!

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[EDIT: 16. August 2013]
ACHTUNG! Es gibt einige Änderungen:
Anscheinend ist es jetzt möglich, das Yakkan Shoumei per Email zugeschickt zu bekommen. Damit fällt der ganze Stress wegen dem Rückumschlag weg! Der Antrag muss per Post nach Japan geschickt werden, und das Zertifikat bekommt ihr dann per Email zugeschickt. Trotz dieser Änderung gibt es in diesem Post meines Erachtens sehr hilfreiche Tipps und Hilfestellungen zum Verfassen des Antrags, deswegen werde ich ihn nicht weiter ändern. Ignoriert einfach den Teil mit dem Rückumschlag und dem internationalen Antwortschein, ansonsten ist alles gleich geblieben!
Übrigens hat das Gesundheitsministerium jetzt auch Email Adressen angegeben, an die ihr euch für alle möglichen Fragen wenden könnt (auf englisch oder japanisch), also nutzt diese und informiert euch fleißig, wenn irgendwelche wichtigen Fragen offen bleiben! Ich habe unten die Links zu den notwendigen Dokumenten erneuert, sodass ihr auf jeden Fall die aktuellen Formulare und Anleitungen parat haben werdet! Viel Erfolg bei eurem Antrag!

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Dieser Eintrag wird ziemlich lang, deswegen mache ich hier einen Schnitt. Unter folgendem Link könnt ihr weiterlesen:

Montag, 5. März 2012

Was ich in Deutschland vermissen werde...

Die folgende Liste wird laufend erweitert!

Familie:
Zum ersten Mal so weit und so lange weg von zu Hause werde ich natürlich meine Familie vermissen! Nicht nur die zu Hause, sondern ALLE! (Und ich habe VIEL Familie! Hahaha!)
Ich werde mich bemühen, keinen Geburtstag zu vergessen! Besonders nicht den von meinem Patenkind!

Freunde:
Ich hoffe natürlich, dass ich in Japan ganz viele neue Freunde kennen lernen werde, aber meine ganzen Schätzchen im weit entfernten Deutschland werde ich natürlich auch nicht vergessen!

Nicky ♥
Nicky:
Meine süße Miezekatze! Er ist zwar schon 11 Jahre alt, aber er ist immer noch mein kleines Baby! Ich weiß eigentlich gar nicht, was er ohne mich machen soll. Ich bin doch seine Mama, die ihn immer füttert! Nur bei mir bleibt er brav und ruhig, wenn ich ihm die Zecken wegzupfe oder Wurmkuren in den Nacken tropfe. Und wenn er die ganze Nacht draußen war, bin ich die einzige die von seinem Miauen vor der Tür etwas hört und sich auch um 5 Uhr morgens erbarmt ihn rein zu lassen. Das wird für ihn ein hartes Jahr, so ganz ohne mich!

Freitag, 2. März 2012

Die Flugbuchung

Ich habe einen Hin-und Rückflug für (bisher) 914,88€ gebucht.
Flug: 788€
Fluggebühren: 91,18€
Reiserücktrittsversicherung: 35,70€

Es kommen noch hinzu: 125€ für eine Umbuchung des Rückfluges (dazu gleich mehr).

Gebucht habe ich beim STA Travel Reisebüro (ganz einfach deswegen, weil es ein Büro direkt auf dem Campus gibt).
Der Flug startet am 30. März 2012 von Düsseldorf, mit Zwischenlandung und 3 Stunden Aufenthalt in Dubai und dann Ankunft am Kansai International Airport um 17:10 Uhr Ortszeit.

Meine Empfehlung: Emirates 
Bildquelle

Emirates ist (wer hätte das gedacht) eine Airline der Vereinigten Arabischen Emirate. Die Flüge dieser Airline sind eigentlich immer bei den günstigsten Tarifen mit dabei und es gibt auch regelmäßig Flüge nach Japan. Sowohl Tokyo (Narita International Airport) als auch Osaka (Kansai International Airport) werden angeflogen.

Emirates Logo. Quelle
Der größte Vorteil von Emirates (und der Grund, warum ich mich dafür entschieden habe!) ist das zulässige Gewicht des Freigepäcks. Normalerweise darf in der Economy Class ein Koffer pro Person höchstens 20 oder 23kg wiegen, je nachdem mit welcher Airline man unterwegs ist. Emirates erlaubt grundsätzlich 30kg Gepäck pro Person! (Zusätzlich natürlich noch das Handgepäck.) Für einen kurzen Urlaub sind 30kg vielleicht unnötig, aber für mein Jahr in Japan werde ich ein paar mehr Klamotten brauchen.

Der Preisunterschied zu anderen günstigen Airlines (z.B. Air China, Turkish Airlines, ...) lag bei höchstens 50€ und für die 10kg extra lohnt es sich auf jeden Fall! Zudem habe ich über Emirates eigentlich immer nur Gutes gehört. Der Service, das Essen und das Unterhaltungsprogramm sind auf Langstreckenflügen natürlich sehr wichtig!

Dienstag, 28. Februar 2012

Das Stromnetz in Japan

Bei Reisen ins Ausland muss man sich immer vorher informieren, was es dort für Steckdosen und Stromnetze gibt. In Europa ist es meist kein Problem, technische Geräte in den Urlaub mitzunehmen, weil hier vieles einheitlich ist. In Japan kommt man mit deutschen Geräten und Steckern oft nicht sehr weit.

Es fängt schon bei der Steckdose an: In Japan wird man in den allermeisten Fällen amerikanische Standard-Steckdosen antreffen. Diese werden als Typ A Steckdosen bezeichnet.
Deutsche Netzstecker passen da niemals rein, also braucht man auf jeden Fall einen Adapter (gibt’s schon für wenige Euros in jedem Elektro-Fachmarkt).
Schwieriger wird es, deutsche Elektrogeräte in Japan zu betreiben. In Deutschland läuft unser Stromnetz mit einer Netzspannung von 230 Volt und einer Netzfrequenz von 50 Hertz. In Japan sieht das ganz anders aus:

Netzspannung: 100V
Netzfrequenz: 50Hz / 60Hz.

(In den östlichen Gebieten ab Tokyo sind es meist 50Hz, in der westlichen Hälfte ab Osaka/Kyoto laufen die Netze mit 60Hz. Für genauere Angaben und abgelegene Orte sollte man sich am besten jeweils einzeln informieren.)

Montag, 27. Februar 2012

Nach dem großen Super-GAU nach Japan?

Ich mache mir da keine Sorgen!

Die Atomkatastrophe von März 2011 in Japan ist natürlich noch immer ein großes Thema und ich wurde von vielen gefragt, ob ich nicht Angst vor der Strahlung hätte. Da kann ich ganz entschieden sagen: Nein! Überhaupt nicht. Nishinomiya ist um die 600-700km Luftlinie von Fukushima entfernt. Ich habe da gar keine Bedenken.
In Tokyo wäre das schon anders, denn das liegt viel näher an Fukushima und dort wurden eine Zeit lang auch erhöhte Strahlenwerte gemessen. Würde ich einen Austausch nach Tokyo planen, hätte ich wesentlich mehr Angst. (Aber egal, ich würde wahrscheinlich trotzdem hinfliegen!) In Nishinomiya, viel weiter südlich von Fukushima und Tokyo, gibt es aber absolut nichts zu befürchten.

Japan ist natürlich ein Erdbeben-Land und ich bin sicher, dass ich einige Erdstöße miterleben werde. Davor habe ich eigentlich (noch?) keine Angst, weil ich den Japanern und ihrer erdbebensicheren Bauweise vertraue. Trotzdem hoffe ich natürlich, dass in meinem Jahr dort keine weiteren großen Katastrophen passieren, weder durch Erdbeben, noch Tsunamis, und besonders nicht an Kernreaktoren!

Sonntag, 26. Februar 2012

Nishinomiya und die Kansai-Region

Es muss nicht immer Tokyo sein!
Bei der Markierung A, direkt in der Bucht von Osaka, liegt Nishinomiya!
Quelle: Google Maps


Als ich mich für das Auslandsjahr beworben habe, hatte ich einige Bedenken und Sorgen was die Wahl der Uni bzw. ihres Standortes angeht. Der Campus der Kwansei Gakuin Universität befindet sich in der Stadt Nishinomiya, in der Präfektur Hyougo. Das liegt im südlichen Teil der Hauptinsel Honshu, direkt angrenzend an Kobe und in der Nähe von Osaka. Neben dem Ballungsgebiet um Tokyo mit etwa 37 Millionen Einwohnern ist die Kansai-Region um Osaka mit etwa 17 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Metropolenregion Japans und zählt auch zu einer der größten der Welt. Die Entfernung zwischen Tokyo und Osaka beträgt mindestens 400km Luftlinie.

Nishinomiya: http://de.wikipedia.org/wiki/Nishinomiya
Kansai (Ballungsgebiet um Osaka): http://de.wikipedia.org/wiki/Kansai

Im ersten Moment hat mich der Gedanke gestört, dass ich nicht nach Tokyo gehe. Immerhin ist Tokyo die Hauptstadt, danach richtet sich die Standardsprache und dort gibt es die bekanntesten Orte und Sehenswürdigkeiten. Ich bin aber zu dem Schluss gekommen, dass Osaka und Umgebung kulturell eigentlich viel mehr zu bieten haben:

Samstag, 25. Februar 2012

Wie alles begann: So kam ich zum Studentenaustausch

Warum nach Japan?

Ich studiere seit Oktober 2008 Japanologie mit dem Schwerpunkt Sprache und Literatur Japans. Ein Hauptbestandteil des Studiums ist da natürlich auch das Erlernen der Sprache. In meinen bisherigen 7 Semestern habe ich viel und intensiv gelernt gebüffelt und war, wenn ich mir meine Noten so ansehe, auch recht erfolgreich dabei.

Wie es in der Universität aber nun mal so ist, gibt es einen straffen Zeitplan, viel Stoff innerhalb kürzester Zeit und viele Klausuren. Dann gibt es neben den Sprachkursen ja auch noch Sprachwissenschaftliche Kurse. Und nicht zu vergessen: da ist noch ein komplettes zweites Bachelor-Fach (!) um das man sich kümmern muss. Für Sprachpraxis bleibt da kaum Zeit.

Natürlich habe ich in drei Jahren Sprachkurs viel gelernt. Ich habe gemerkt, dass ich japanische Texte immer besser lesen kann und Fernsehsendungen auch ohne Untertitel verstehen kann. Was mir aber schon immer besonders schwer fiel war das Sprechen des Japanischen. Man kann noch so viel wissen, aber ohne Übung festigt sich das gelernte Vokabular einfach nicht. Auch beim Tandem mit einer Japanerin (die hier Deutsch lernt) fiel es mir sehr schwer, aus dem Stehgreif Sätze zu formulieren. Man hat Angst etwas Falsches zu sagen, ist ständig gehemmt, und wenn der Gesprächspartner dann auch noch Deutsch kann, verfällt man sehr schnell in das Muster, schwierige Sachen einfach auf Deutsch zu sagen.

Für das Studium der Japanologie wird (zumindest in Bochum) zwar kein Auslandssemester verlangt, aber es wird dringend empfohlen. Ich für meinen Teil wusste von Anfang an, dass ich zumindest für ein Semester nach Japan gehen will und muss, um meine Sprache zu trainieren. Wenn man in einer japanischen Umgebung lebt, tagtäglich damit konfrontiert ist, und einfach GEZWUNGEN ist Japanisch zu sprechen, dann geht das Lernen erfahrungsgemäß ganz von alleine. Die Frage war nur: Wie und wann komme ich da hin?

...und dann ging alles ganz schnell!